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Mali trauert: Amadou Bagayoko, die Musiklegende, ist tot!

Amadou Bagayoko, der legendäre Musiker aus Mali und Teil des Duos Amadou und Mariam, ist im Alter von 70 Jahren verstorben. Sein Tod wurde in Bamako bekannt gegeben, nachdem er längere Zeit krank war.

Amadou Bagayoko, der ikonische malische Musiker und Mitbegründer des renommierten Duos Amadou und Mariam, ist im Alter von 70 Jahren verstorben. Er erlag am 4. April 2025 in seiner Heimatstadt Bamako einer Krankheit, die in der Familie bekannt war, jedoch nicht näher benannt wurde. Die malische Kulturministerin Mamou Daffé äußerte sich tief betroffen über seinen Tod, der nach einer langen Phase gesundheitlicher Probleme kam. Bagayoko hinterlässt seine Frau Mariam Doumbia und drei Kinder, darunter seinen Sohn Sam, der ebenfalls in der Musik tätig ist.

Das Duo Amadou und Mariam, auch bekannt als „das blinde Paar aus Mali“, hat in den letzten Jahrzehnten internationale Bekanntheit erlangt. Sie gründeten ihre Band, Mali’s Blind Couple, 1980 und gewannen schnell an Popularität, indem sie traditionelle westafrikanische Klänge mit westlichem Rock und Pop verbanden. Ihr erstes Album, „Dimanche à Bamako“, das 2004 veröffentlicht wurde, machte sie zu einem der meistverkauften Musikacts in Afrika und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Victoire de la Musique.

Ein musikalisches Erbe

Bagayoko, der im Alter von 16 Jahren sein Augenlicht verlor, und seine Frau Mariam, die als Fünfjährige erblindete, setzten sich unermüdlich für Bewusstseinsbildung über die Herausforderungen ein, denen Menschen mit Behinderungen gegenüberstehen. Sie sangen nicht nur über Musik, sondern auch über die Realität des Lebens als Blinde in Mali. Ihr Engagement erzielte nicht nur musikalischen Ruhm, sondern auch soziale Wirkung.

Zu ihren bekanntesten Alben zählen „Folila“ (2013) und „Welcome to Mali“ (2008), das für einen Grammy als Bestes zeitgenössisches Weltmusik-Album nominiert wurde. Die Band hat über 10 preisgekrönte Alben veröffentlicht und wird von vielen als eine der wichtigsten Stimmen der Musikszene Afrikas angesehen. Sie haben mit Künstlern wie Damon Albarn und David Gilmour zusammengearbeitet und traten bei bedeutenden Veranstaltungen auf, darunter das Nobelpreiskonzert für Barack Obama.

Letzte Auftritte und Erbe

Amadou Bagayokos letzter öffentlicher Auftritt fand im Rahmen der Abschlusszeremonie der Paralympischen Spiele 2024 in Paris statt. Dieses Ereignis symbolisierte nicht nur das Ende seiner Bühnenkarriere, sondern auch seine Rolle als Botschafter für Menschen mit Behinderungen. Ihre Musik bleibt eine Quelle der Inspiration für viele, besonders für jene in Mali, wo geschätzt 170.000 Menschen blind sind.

Künstler wie Bagayoko und Mariam zeigen, dass trotz der Herausforderungen des Lebens als Blinde, Kreativität und künstlerischer Ausdruck gedeihen können. Das Braille-System, das in Mali eine entscheidende Rolle spielt, ist ein wesentliches Werkzeug für Bildung und Selbstständigkeit. Moussa Mbengue von Sightsavers betont, dass solche technologischen Fortschritte wie Braille für die Bildung von blinden Menschen unverzichtbar sind.

Die Trauer um Bagayokos Tod wird nicht nur in Mali, sondern auch international gespürt, mit Beileidsbekundungen von Künstlern wie Manu Chao und Youssou N’Dour. Sein Beitrag zur Musik und sein Engagement für soziale Themen werden in der Erinnerung aller, die seine Kunst geschätzt haben, weiterleben.

Referenz 1
www.aljazeera.com
Referenz 2
www.nme.com
Referenz 3
www.devdiscourse.com
Quellen gesamt
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