
Der Bahnhof Hörde in Dortmund, einer der neueren Bahnhöfe der Stadt, sieht sich erheblichen Herausforderungen gegenüber. Die Deutsche Bahn plant eine umfassende Sanierung des Personentunnels, der von vielen Nutzern als „Angstraum“ wahrgenommen wird. Schmierereien, Schmutz und tropfendes Wasser prägen das Bild dieses Bereichs, was zu einem ungemütlichen Reiseerlebnis führt. Um die unhaltbaren Zustände zu verbessern, hat die Deutsche Bahn ein Sanierungsbudget von 1,5 Millionen Euro vorgesehen, wie Ruhr24 berichtet.
Anja Butschkau, Landtagsabgeordnete der SPD, hat sich intensiv um eine Lösung bemüht und die Sanierungsmaßnahmen erfolgreich angestoßen. Die Bahn hat zudem angekündigt, ab April die Reinigung des gesamten Bahnhofs zu intensivieren. Diese Maßnahmen sind die ersten Schritte im Rahmen einer größeren Strategie, um die Sauberkeit und Sicherheit am Bahnhof zu erhöhen.
Sanierung des Personentunnels und geplante Maßnahmen
Die geplante Sanierung umfasst nicht nur die Reinigung, sondern auch die Abdichtung der Gleiströge über dem Tunnel. Dies soll verhindern, dass Regenwasser in den Tunnel eindringt und dadurch die bereits bestehenden Feuchtigkeitsprobleme verschärft. Frühere Versuche, den Tunnel durch Wandbilder zu verschönern, scheiterten aufgrund der anhaltenden Feuchtigkeit. Die Entwurfs- und Genehmigungsphase für die umfassenden Sanierungen soll bis zum zweiten Quartal 2026 abgeschlossen sein, während der genaue Bauzeitraum noch offen bleibt. Streckensperrungen sind jedoch nicht ausgeschlossen, sodass Pendler auf alternative Reisewege umschwenken müssen.
Zusätzlich zu den Arbeiten am Personentunnel sind auch umfassende Umbaupläne für den gesamten Bahnhof Hörde in Diskussion. Vertreter der Bezirksvertretung, der Polizei, DSW21 und der Deutschen Bahn haben bei einem „Runden Tisch“ im März 2025 über die aktuelle Situation gesprochen. Diese Gespräche betonen die Notwendigkeit, die Sicherheit und Sauberkeit des Bahnhofs zu verbessern. Für die Sanierung des Haupteingangs sind Arbeiten ab 2028 vorgesehen, wobei auch die „Ekel-Unterführung“ zu den Gleisen erneuert werden soll.
Ein Gesamtprogramm für die Deutsche Bahn
Die Sanierungspläne für den Bahnhof Hörde sind Teil eines größeren Programms der Deutschen Bahn, das bis ins Jahr 2027 reicht. Laut Deutsche Bahn konzentriert sich das Unternehmen auf die strukturelle Sanierung seiner Infrastruktur. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit der Schiene wiederherzustellen und das Kundenerlebnis zu verbessern. Bis 2027 sollen 1500 Streckenkilometer generalsaniert und 100 Bahnhöfe pro Jahr modernisiert werden.
Das geplante Sanierungsprogramm, genannt „S3“, fokussiert sich auf die Stabilisierung des Systems, die Verbesserung der Pünktlichkeit und die Verringerung der infrastrukturbedingten Verspätungen. Der Vorstandsvorsitzende Richard Lutz hat die Notwendigkeit dieser Maßnahmen betont und darauf hingewiesen, dass die Sanierungsaktivitäten entscheidend für die Zukunft der Deutschen Bahn sind.
Insgesamt zeigen die laufenden Bemühungen um die Sanierung des Bahnhofs Hörde und die allgemeinen Infrastrukturprogramme der Deutschen Bahn eine klare Richtung: Um die Sicherheit und das Erlebnis der Fahrgäste zu verbessern, werden substanzielle Mittel und Engagement benötigt. Diese Entwicklung könnte nicht nur den Zustand des Bahnhofs Hörde revolutionieren, sondern auch einen positiven Einfluss auf die gesamte Region haben.