
Ein unerwarteter Vorfall hat am Sonntag eine Windkraftanlage (WKA) bei Strocken außer Kontrolle geraten lassen. Die Rotorblätter der etwa 30 Jahre alten Vesta V44-Anlage drehten sich trotz eingetretener technischer Probleme schneller als gewöhnlich. Aufgrund der nicht funktionierenden Bremsen wurde die Anlage nun stillgelegt, berichtet die Sächsische.
Der Betreiber, aus der Nähe von Ulm, sieht sich erneut mit Schwierigkeiten konfrontiert: Bereits im Februar 2020 brannte eine andere Windkraftanlage desselben Unternehmens in Strocken. Nach dem aktuellen Vorfall wurde die Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Mittelsachsen aktiv und ordnete den Rückbau der mangelhaften WKA an. Bürgermeister Jörg Burkert und Fachleute einer spezialisierten Firma berieten sich vor Ort über die nächsten Schritte.
Technische Defekte und Notmaßnahmen
Am Sonntagabend alarmierte ein Techniker die Polizei, da er die Windkraftanlage aufgrund des technischen Defekts nicht stoppen konnte. Infolgedessen sperrten Feuerwehrleute das umliegende Gebiet weiträumig ab, und es wurde eine Warnung über das Behördeninformationssystem Biwapp ausgegeben. Eine Sperrung der Autobahn A14 war im schlimmsten Fall notwendig, wurde jedoch nicht umgesetzt.
Für den Betreiber besteht nun ein gewisser Zeitdruck, da das Landratsamt bis Donnerstagmittag eine Frist für den Rückbau gesetzt hat. Der Abbau soll in der kommenden Woche beginnen, abhängig von den Wetterbedingungen. Die genauen Kosten des Rückbaus sind jedoch noch nicht bezifferbar.
Wichtigkeit der Wartung
Wie die Deutsche Windindustrie betont, ist eine regelmäßige Wartung für die Leistungsoptimierung von Windkraftanlagen entscheidend. Installations- und Wartungsarbeiten müssen gründlich geplant und durchgeführt werden, um ähnliche Vorfälle in der Zukunft zu verhindern. Der Leitfaden für Elektrofachkräfte thematisiert die Bedeutung der Sicherheitsmaßnahmen, der korrekten Verkabelung und der regelmäßigen Prüfungen.
Die ordnungsgemäße Durchführung von Wartungs- und Reparaturarbeiten sowie die Dokumentation aller Schritte sind entscheidend, um die Risiken von Ausfällen und technischen Pannen zu minimieren. Insbesondere die Wahl der technischen Voraussetzungen und die Fortbildung der Fachkräfte spielen eine wesentliche Rolle.