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Trauer im Zoo Leipzig: Zweiter Gorilla stirbt binnen einer Woche!

Im Zoo Leipzig sind zwei Gorillas innerhalb einer Woche verstorben. Der Zoochef äußert Bestürzung über die Todesursache, während das Team intensiv nach Antworten sucht, um die weiteren Tiere zu schützen.

Im Zoo Leipzig ereignete sich erneut ein tragischer Vorfall. Am 4. April 2025 wurde der Tod von Kibara, einem 21-jährigen Gorilla, vermeldet. Kibara war schwer erkrankt und gehört zu den wenigen Gorillas, die in diesem Zoo geboren wurden. Die genaue Todesursache ist derzeit unbekannt. Dies ist der zweite Todesfall in der Gorillagruppe innerhalb einer Woche; der erste betroffene Gorilla war Kio.

Beide Gorillas zeigten vor ihrem Tod Symptome wie Abgeschlagenheit und Appetitlosigkeit. Trotz medizinischer Behandlung und einer Vollnarkose, um Kibara zu therapieren, wachte der Gorilla nicht mehr auf. Die Situation sorgt beim Team des Zoos für große Bestürzung. Zoochef Jörg Junhold betont, dass er in seinen 25 Jahren in der Zooleitung noch nie mit einem so schnellen Verlust in der Gorillagruppe konfrontiert wurde.

Ursachenforschung und Nervosität in der Gruppe

Das Team von Leipzigs Zootierarzt Andreas Bernhard hat bereits erste Untersuchungen eingeleitet. Die Gorillagruppe zeigt sich gedrückt und angespannt, was die Mitarbeitenden besorgt. Junhold erklärte, dass sie intensiv nach den Ursachen der Todesfälle suchen, um die restlichen Tiere zu schützen. Die pathologischen Untersuchungen an Kio, dem ersten verstorbenen Gorilla, sind noch nicht abgeschlossen.

Während der Zoo mit anderen Einrichtungen sowie dem Europäischen Zooverband in Kontakt steht, wird das Publikum gebeten, Nachsicht zu zeigen, falls die Gorillas nicht immer zu sehen sind. Junhold verweist darauf, dass das gesamte Team Zeit benötigt, um die schmerzlichen Verluste zu verarbeiten.

Pongoland: Ein Fokus auf Forschung und Erhaltung

Pongoland ist eine speziell für Menschenaffen entwickelte Anlage, die in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie entstanden ist. Seit ihrer Eröffnung 2001 zeigt Pongoland ein hohes Maß an sozialer Struktur, in dem neben Gorillas auch Schimpansen, Bonobos und Orang-Utans leben. Diese Institution trägt zur Erhaltung und Forscherhaltung gefährdeter Arten bei, besonders im Hinblick auf europäische Zuchtprogramme.

Die Bedeutung solcher Programme wird deutlich, wenn man die Geschichte der Zucht in Zoos betrachtet. Mit dem Inkrafttreten der „Konvention für den internationalen Handel mit gefährdeten Arten“ im Jahr 1975 mussten Zoos zunehmend selbst für den Nachwuchs sorgen, um die Inzucht zu vermeiden und die genetische Vielfalt zu wahren. Im Jahr 1992 wurde die EAZA (European Association of Zoos and Aquaria) gegründet, um Standards über Zucht, Haltung und Pflege von Zootieren zu etablieren. Diese Standards, die über 100 Anweisungen umfassen, sind entscheidend für die Erhaltung von Arten und das Wohlbefinden der Tiere.

Die Trauer um die verstorbenen Gorillas führt nicht nur zu Sorgen über die Gesundheit der Tiere, sondern auch zu einer intensiven Reflexion über die Herausforderungen, denen sich Tiergärten in der heutigen Zeit gegenübersehen. Laut planet-wissen.de sind die Hauptaufgaben der Zoos heute nicht nur Unterhaltung, sondern auch Forschung und Erziehung – ein Balanceakt, den der Zoo Leipzig nun bewältigen muss.

Referenz 1
www.saechsische.de
Referenz 3
www.planet-wissen.de
Quellen gesamt
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