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München erschüttert: Auto rast in Verdi-Demo, 30 Verletzte!

Ein schwerer Vorfall in München: Ein 24-jähriger afghanischer Asylbewerber rast in eine Menschenmenge bei einer Verdi-Demonstration. 30 Verletzte, darunter zwei in Lebensgefahr. Ermittlungen laufen.

Am Donnerstagmorgen, dem 13. Februar 2025, ereignete sich in München ein schwerer Vorfall, als ein Auto in eine Menschenmenge fuhr. Laut Ruhr24 gehen die Behörden nicht von einem Unfall aus. Der 24-jährige Fahrer, ein Afghanischer Asylbewerber, raste während einer Demonstration der Gewerkschaft Verdi, an der etwa 1.500 Menschen teilnahmen, in den Demonstrationszug.

Bei dem Vorfall wurden mindestens 30 Menschen verletzt, darunter zwei Personen in Lebensgefahr. Der Verdächtige, der 2001 in Kabul geboren wurde und 2016 als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling nach Deutschland kam, wurde bei seiner Festnahme leicht verletzt, jedoch nicht durch Schussverletzungen, wie Focus berichtet.

Hintergrund des Täters

Der Täter war seit 2020 ausreisepflichtig, nachdem sein Asylverfahren abgelehnt wurde. Dennoch erhielt er Duldungen und später eine Aufenthaltserlaubnis. Während seines Aufenthalts in Deutschland absolvierte er eine Berufsausbildung und arbeitete als Ladendetektiv. Bislang waren keine schweren Gewalttaten gegen ihn bekannt, allerdings wies er Vorstrafen im Bereich Betäubungsmittel und Ladendiebstähle auf.

Die Polizei untersucht nun mögliche Verbindungen des Täters zu islamistischen Inhalten, die er auf sozialen Netzwerken geteilt hat. Innenminister Joachim Herrmann erklärte, dass der Fahrer nicht gezielt die Verdi-Demonstration ausgesucht habe. Die Ermittlungen werden von der bayerischen Zentralstelle für Extremismus und Terrorismus geleitet, wie das Bundeszentrale für politische Bildung nachweist, die sich mit Themen wie Migration und Asyl in Deutschland beschäftigt.

Reaktionen und Auswirkungen

In Reaktion auf den Vorfall forderte Bundeskanzler Olaf Scholz eine schnelle Bestrafung und die Abschiebung des Täters. Auch Innenministerin Nancy Faeser kündigte „maximale Härte“ des Rechtsstaates an, während Herrmann die geringen Abschiebungen nach Afghanistan kritisierte. Die Alternative für Deutschland (AfD) fordert unterdessen den Rücktritt von Herrmann und Ministerpräsident Söder.

Der Vorfall hatte auch unmittelbare Auswirkungen auf die Umgebung, so wurden Verkehrsbehinderungen im Bereich der Dachauer Straße und Seidlstraße festgestellt. Die Demonstration wurde abgebrochen, und mehrere hundert bis tausend Teilnehmer mussten die Situation verlassen. Zusätzlich fand zum gleichen Zeitpunkt in der Nähe eine Sicherheitskonferenz statt, deren Auswirkungen durch den Anschlag unklar sind.

Die Polizei hat eine Zeugensammelstelle eingerichtet, um relevante Videos und Bilder zu sammeln, und ermittelt derzeit weiter. Solche Vorfälle werfen erneut Fragen über den Umgang mit Flüchtlingen in Deutschland auf, einem Land, das aufgrund seiner Vertragsstaatlichkeit bei der Genfer Flüchtlingskonvention besonders in der Verantwortung steht. Der komplexe Umgang mit Asylverfahren und Schutzansprüchen wird in der öffentlichen Diskussion eine zentrale Rolle spielen.

Referenz 1
www.ruhr24.de
Referenz 2
www.focus.de
Referenz 3
www.bpb.de
Quellen gesamt
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