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Musk unter Druck: X verliert Millionen Nutzer und an Einfluss!

Elon Musk äußert Unzufriedenheit mit der stagnierenden Entwicklung der Plattform X. Nutzerzahlen sinken, während Alternativen wie Bluesky aufblühen. Welche Zukunft erwartet uns im Social-Media-Bereich?

Elon Musk, der seit seiner Übernahme von Twitter im Herbst 2022 die Plattform neu gestaltet hat, zeigt sich zunehmend unzufrieden mit der Entwicklung von X. Laut einem Bericht des Wall Street Journal soll eine interne E-Mail darauf hindeuten, dass das Nutzerwachstum stagniert und der Umsatz unzureichend sei. Musk selbst bestreitet die Verfasserrolle der E-Mail und kritisiert das Medium als Lügner. Dennoch wird die wirtschaftliche Lage von X allgemein als problematisch angesehen, insbesondere nachdem hunderttausende Nutzer seit der Übernahme die Plattform verlassen haben.

Im Kontext des US-Wahlkampfs hat sich X zu einem Propagandamedium für Musks Positionen entwickelt. Es wird vermutet, dass der Algorithmus der Plattform nicht neutral agierte, was die Verbreitung von extremistischen Inhalten begünstigte. Musk hat sich durch X als Berater von Donald Trump positioniert, was offenbar zu einem Anstieg von Fehlinformationen und toxischen Diskussionen geführt hat. In diesem Klima haben sich Alternativnetzwerke wie Bluesky als Diskursmedien etabliert und verzeichnen einen Anstieg an Nutzeranmeldungen.

Der Rückgang der Nutzerzahlen

Nach den Wahlen gab es einen allmählichen Anstieg an Nutzern, die X verlassen. Bereits vor den Wahlen hatte die Plattform kontinuierlich Nutzer verloren. So fiel die Zahl der täglichen aktiven Nutzer in den USA im Oktober von 32,3 Millionen auf 29,6 Millionen, was einem Rückgang von 8,4 Prozent entspricht. Analysten prognostizieren, dass X bis 2025 insgesamt 7 Millionen monatlich aktive Nutzer in den USA verlieren könnte. Das Markenwert von X ist von 5,7 Milliarden Dollar vor Musks Übernahme auf lediglich 673 Millionen Dollar gesunken.

Zusätzlich wird berichtet, dass X im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzrückgang von 40 Prozent verbucht hat, basierend auf internen Unternehmensdaten von Juni 2024. Dies verstärkt die Bedenken darüber, dass die wirtschaftliche Rentabilität von Hass und Spaltung als Geschäftsmodell in Frage gestellt werden sollte.

Zukunft der sozialen Netzwerke

Die Entwicklungen bei X stehen im Kontext allgemeiner Trends in sozialen Medien. Plattformen wie TikTok haben Facebook in der Beliebtheit überholt und sind vor allem bei der Generation Z sehr gefragt. Nutzer schätzen dort die kurzen, ansprechenden Videos, die den Konsumgewohnheiten dieser Generation entgegenkommen. Instagram versucht, durch Funktionen wie Reels und Stories, die Nutzerbindung zu steigern.

Das Phänomen der nutzergenerierten Inhalte gewinnt ebenfalls an Bedeutung. Marken setzen zunehmend auf authentische Verbindungen zu ihrem Publikum. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit suchen Nutzer vermehrt nach Authentizität und zeigen Interesse an ungefilterten, „rohen“ Inhalten, wie sie beispielsweise Apps wie BeReal bieten. Währenddessen investieren Marken viel Geld in Werbung, um in der abwechslungsreichen Landschaft der sozialen Medien Aufmerksamkeit zu gewinnen.

Insgesamt steht X unter Druck – sowohl wirtschaftlich als auch in Bezug auf die Nutzerbindung. Die Frage bleibt, ob Musk in der Lage ist, die Plattform auf Kurs zu bringen oder ob X weiterhin an Bedeutung verlieren wird.

Remszeitung berichtet, dass … Mashable berichtet, dass … Doit Software berichtet, dass …

Referenz 1
www.remszeitung.de
Referenz 2
mashable.com
Referenz 3
doit.software
Quellen gesamt
Web: 9Social: 45Foren: 96