
Am 20. Januar 2025 wurde Donald Trump zum zweiten Mal offiziell als Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt. In einer eindrucksvollen Antrittsrede im Kapitol verkündete er den Beginn des „Goldenen Zeitalters von Amerika“. Mit Nachdruck stellte Trump klar, dass in seiner Präsidentschaft Amerika an erster Stelle stehen werde und dass es an der Zeit sei, die Unabhängigkeit zurückzugewinnen. Er kritisierte das aktuelle Regierungssystem als von einem „radikalen Establishment“ geprägt, das den Bürgern Macht und Reichtum entzogen habe. Darüber hinaus kündigte er an, die Nutzung des Justizministeriums als politisches Instrument zu beenden.
Trump sprach auch von seiner Wahl als einem Mandat, um einen „Verrat“ rückgängig zu machen. In einem besorgniserregenden Moment teilte er mit, dass er einen Attentatsversuch überlebt habe und sich von Gott gerettet fühle, um Amerika wieder großartig zu machen. Er bezeichnete den 20. Januar 2025 als „Tag der Befreiung“ für die US-Staatsbürger und bedankte sich bei seinen Anhängern für deren Unterstützung, während er auf die breite Zustimmung zu seiner Agenda verwies.
Politische Maßnahmen und Rückkehr zur Redefreiheit
In Bezug auf die Einwanderungs- und Energiepolitik kündigte Trump an, einen nationalen Katastrophenfall an der südlichen Grenze zu erklären, um illegale Einreisen zu stoppen. Die Entsendung von Truppen an die Südgrenze plante er ebenfalls. Zudem erklärte er einen nationalen Energie-Katastrophenfall und strebte eine Steigerung der Energieproduktion an. Trump beabsichtigte, das Handelssystem zu reformieren, um amerikanische Arbeiter besser zu schützen und die Regierungszensur zu beenden. Ein zentrales Anliegen seiner Agenda war auch die Wiederherstellung der Redefreiheit.
Darüber hinaus strebte Trump eine „farbenblinde“ Gesellschaft an, indem er erklärte, dass die Steuerung von Ethnie und Geschlecht in der Regierung beendet werden solle. Er versprach, Soldaten, die aufgrund von COVID-Impfpflichten ausgeschlossen wurden, wieder in den Dienst zu stellen. Trump äußerte den Wunsch, sein Vermächtnis als Friedensstifter und Versöhner zu hinterlassen.
Vision für Amerika und kulturelle Symbolik
Mit einer Reihe kultureller Ankündigungen wollte Trump seine Vision für die Zukunft der USA untermauern. Dazu gehörte die Umbenennung des Golfs von Mexiko in Golf von Amerika und die Rückkehr des Namens von William McKinley auf den Mount McKinley. Er sprach zudem über die Rückgabe des Panamakanals und Chinas Rolle dabei sowie den ehrgeizigen Plan, amerikanische Astronauten zum Mars zu schicken.
Trump prognostizierte leidenschaftlich vier großartige Jahre für Amerika und versicherte den Bürgern, dass er für sie kämpfen und letztendlich siegen werde. Er bekräftigte, dass die USA eine freie, souveräne und unabhängige Nation bleiben werden.
Die Tradition der Antrittsreden in den Vereinigten Staaten hat eine lange Geschichte, die mit George Washington begann, dem ersten Präsidenten, der am 30. April 1789 sein Amt antrat. Washington prägte die Identität der jungen Nation in einer Zeit politischer Umwälzungen und setzte die Ideale von Demokratie, Einheit und Freiheit, die in der Unabhängigkeitserklärung von 1776 verankert sind, kräftig in Szene. Diese Werte wurden von seinen Nachfolgern in ihren Antrittsreden häufig aufgegriffen und stehen nach wie vor im Mittelpunkt der politischen Kultur der USA. Laut faz.net sind Einheiten, Gerechtigkeit und der Glaube an Gott zentrale Elemente dieser Tradition.