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Nordkoreanische Truppen im Ukraine-Krieg: Besser ausgerüstet als Russen!

Nordkoreanische Truppen kämpfen an der Seite Russlands im Ukraine-Krieg. Berichte zeigen, dass sie besser ausgerüstet sind als ihre russischen Kollegen und deren Präsenz den Konflikt beeinflussen könnte.

In der russischen Region Kursk sind derzeit tausende nordkoreanische Soldaten aktiv, die an der Seite der russischen Armee im Ukraine-Krieg kämpfen. Diese Truppen sind offenbar besser ausgerüstet als ihre russischen Gegenstücke, was aus Berichten ukrainischer Soldaten hervorgeht. Laut Informationen von t-online umfassen die Ausrüstungsgegenstände der nordkoreanischen Kämpfer unter anderem Listen mit koreanischen und russischen Ausdrücken, Körperpanzer sowie handschriftlich verfasste Briefe von Kim Jong Un, die dankende Worte für den Einsatz der Soldaten enthalten.

Ein ukrainischer Soldat des 8. Sondereinsatzregiments äußerte, dass russische Truppen schlechter ausgestattet sind. Dabei fanden ukrainische Einheiten im Besitz gefallener nordkoreanischer Soldaten diverse Gegenstände, darunter medizinische Notfallhandbücher, militärische Ausweise und fortschrittliche russische Sturmgewehre. Die Anwesenheit dieser Soldaten könnte den Verlauf des Kriegs maßgeblich beeinflussen, zumal sie oft bereit sind, bis zum Tod zu kämpfen oder sich selbst zu töten, um einer Gefangennahme zu entgehen.

Gefangene nordkoreanische Soldaten

In den letzten Wochen berichteten ukrainische Quellen, dass einige nordkoreanische Soldaten gefangen genommen wurden. So wurden zwei schwer verletzte nordkoreanische Kämpfer von ukrainischen Einheiten gesichert und nach Kiew gebracht, wo sie von der ukrainischen Geheimdienstbehörde SBU sowie südkoreanischen Experten verhört wurden, wie watson berichtet. Schätzungen zufolge entsandte Nordkorea bis zu 12.000 Elitesoldaten nach Russland, die in spezielle Einheiten eingegliedert wurden und falsche Identitätsdokumente erhielten.

Ein interessanter Aspekt besteht darin, dass die gefangenen Soldaten meist in dem Glauben antraten, sie würden lediglich an Militärübungen teilnehmen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wies darauf hin, dass diese Soldaten in einem „Informationsvakuum“ aufgewachsen sind, was ihre Bushableitungen erklärt. Ihre Taktiken wurden von ukrainischen Soldaten als aus dem Zweiten Weltkrieg inspirierender Vergleich bezeichnet, wobei sie in deutlich größeren Gruppen operieren als die russischen Streitkräfte.

Eine engere Militärpartnerschaft

Die militärische Zusammenarbeit zwischen Russland und Nordkorea hat sich seit Beginn der Offensive in der Ukraine erheblich verstärkt. Laut einem Bericht des Deutschlandfunks wurden allein 1.500 nordkoreanische Soldaten in den Fernen Osten Russlands verlegt, um dort spezifisch für Einsätze in der Ukraine trainiert zu werden. Dies geschieht im Rahmen einer strategischen Annäherung, die auch Waffentechnologie und Ressourcen umfasst.

Die aktuelle Lage zeigt, wie eng die militärischen Beziehungen zwischen Nordkorea und Russland gewachsen sind, und es besteht die Sorge, dass dies zu einer dauerhaften Präsenz nordkoreanischer Soldaten in der Ukraine führen könnte. Experten bezeichnen diese Entwicklung als einen „Kriegseintritt Nordkoreas“, was in Anbetracht der geopolitischen Faktoren, einschließlich der Unterstützung von Iran und China, alarmierende Dimensionen annimmt.

Mit dem drohenden Szenario eines erweiterten Konflikts beschwört Präsident Selenskyj die potenziellen Gefahren und warnte vor einem möglichen Eingreifen Nordkoreas, das als erster Schritt zu einem Krieg auf globaler Ebene interpretiert werden könnte. Solche Entwicklungen stützen die These einer sich formierenden „Achse des Aufruhrs“ zwischen Ländern, die gegen die westliche Dominanz kämpfen.

Referenz 1
www.t-online.de
Referenz 2
politik.watson.de
Referenz 3
www.deutschlandfunk.de
Quellen gesamt
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