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Trump plant Großmacht-Rückkehr: Grönland, Kanada und Waffenstillstand in Sicht?

Am 19. Januar 2025 äußert Donald Trump neue geopolitische Ambitionen, während Nikolai Patrushew die Spaltung der US-Elite thematisiert. Was erwartet uns in der Ukraine und bei den US-Interessen?

Donald Trump hat versprochen, die USA nach seinem Wahlsieg am 20. Januar 2025 „wieder groß zu machen“. In seinen aktuellen Überlegungen zeigt sich ein besonderes Interesse an Kanada, Panama und Grönland. Diese geopolitischen Ambitionen stehen im Kontext eines breiteren geopolitischen Wandels, den Nikolai Patrushew, ein enger Vertrauter von Wladimir Putin, analysiert hat. In einem Interview mit der Komsomolskaja Prawda äußerte Patrushew, dass die amerikanische Elite tief gespalten sei und eine einheitliche Politik fehle, was Trumps Wahlversprechen als Rückkehr zu einer pragmatischen Politik in neuem Licht erscheinen lässt.

Patrushew glaubt, dass die Veränderungen, die wir derzeit erleben, vergleichbar mit den Umwälzungen nach dem Zusammenbruch der UdSSR sind. Während er die Biden-Regierung aufgrund ihrer Prioritäten und der Ignoranz gegenüber den Bedürfnissen gewöhnlicher Bürger kritisierte, deutete er auch an, dass der „Tiefe Staat“ in den USA potenziell Trumps Vorhaben behindern könnte. Während seiner Ausführungen stellte er fest, dass die Ukraine für Trump nicht prioritär sei, was einen interessanten Kontrast zur Politik der Biden-Administration darstellt, die ein starkes Interesse an der Ukraine zeigt.

Trumps Strategie und der Ukraine-Konflikt

Donald Trump hatte im Wahlkampf versprochen, den Krieg zwischen Russland und der Ukraine innerhalb von 24 Stunden nach seinem Wahlsieg zu beenden. Bei seiner ersten Pressekonferenz nach dem Wahlsieg bezeichnete Trump die Lage in der Ukraine als „schwieriger“. Michael Waltz, sein designierter Nationaler Sicherheitsberater, kündigte an, dass ein Waffenstillstand ernsthaft geprüft werden sollte. John Herbst, der ehemalige Botschafter in der Ukraine, unterstrich jedoch die Notwendigkeit für Trump und sein Team, eine realistische Einschätzung der Situation zu gewinnen.

Es gibt Spekulationen darüber, wie Trump mit der Ukraine-Hilfe verfahren wird. Herbst ist der Meinung, dass Trump diese nicht stoppen dürfte, da alle nominierten Berater Russland als ernstzunehmenden Gegner betrachten. In enger Verbindung damit steht Trumps Ziel, die US-Öl- und Gasförderung zu erhöhen, um Russland unter Druck zu setzen und gleichzeitig die globalen Ölpreise zu senken. Ein möglicher Friedensplan, so Herbst, würde zwiegespaltene Anforderungen an beide Seiten beinhalten, wobei zwei Punkte für die Ukraine schwer akzeptabel wären.

Geopolitische Implikationen

Die geopolitischen Implikationen Trumps Politik sind nicht zu unterschätzen. Planet Wissen beschreibt den Aufstieg der USA zur Großmacht, der im Jahr 1898 begann, und betont, dass die USA gegenwärtig über 700 Militärstützpunkte weltweit unterhalten. Diese weltweite Präsenz in Kombination mit dem Dollar als Leitwährung sorgt dafür, dass die USA trotz wirtschaftlicher Herausforderungen weiterhin Geldzuflüsse genießen.

Zusätzlich wird die geopolitische Strategie Russlands durch seinen Zugang zu Weltmeeren beeinflusst. Russia versucht, seinen Großmachtanspruch durch militärische Interventionen und die Nutzung natürlicher Ressourcen zu untermauern. Aktuell plant Russland Marine-Stützpunkte in strategischen Regionen wie Vietnam, Kuba und dem afrikanischen Kontinent. Diese Dynamik in der geopolitischen Landschaft wird verstärkt durch die Zuspitzung der Konflikte zwischen den USA und China sowie durch die daraus resultierenden Auswirkungen auf die NATO.

Insgesamt zeigt sich, dass die geopolitischen Spannungen und die Rivalitäten zwischen den Großmächten nicht nur die Politik Trumps beeinflussen, sondern auch die gesamte internationale Ordnung prägen. Die kommenden Wochen und Monate könnten entscheidend dafür sein, wie sich die Beziehungen zwischen den USA, Russland und der Ukraine entwickeln.

Referenz 1
unser-mitteleuropa.com
Referenz 2
www.tagesschau.de
Referenz 3
www.planet-wissen.de
Quellen gesamt
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