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Bremen auf dem Steuer-Ranglisten-Dauertief: 80 Tage Wartezeit!

In Bremen warten Steuerzahler im Schnitt 79,7 Tage auf Bescheide, was einen Negativrekord darstellt. Im Vergleich dazu bearbeitet Hamburg Steuererklärungen am schnellsten mit 45,5 Tagen.

Die Bearbeitungszeiten von Steuererklärungen in Deutschland zeigen erhebliche Unterschiede, und insbesondere das Finanzamt in Bremen hat sich in diesem Kontext als besonders träge erwiesen. Laut den neuesten Daten aus einer Analyse, die auf über einer Million anonymisierten Steuererklärungen basiert, beträgt die durchschnittliche Wartezeit auf einen Einkommensteuerbescheid in Bremen alarmierende 79,7 Tage, was das Bundesland auf den letzten Platz im Vergleich zu anderen Regionen katapultiert. Im bundesweiten Schnitt konnten Steuerpflichtige jedoch eine Verbesserung der Wartezeiten auf durchschnittlich 51 Tage feststellen, was eine Reduzierung um sechs Tage im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Kreiszeitung berichtet, dass die effizientesten Bearbeitungszeiten bislang in Hamburg gemessen wurden, mit lediglich 45,5 Tagen.

Die Ursachen für die lange Wartezeit in Bremen sind vielfältig. Eine der Hauptursachen könnte die Entlastung von der Grundsteuererklärung sein, die den anderen Finanzämtern effizientere Arbeitsabläufe ermöglicht hat. Bremer Finanzbeamte berichteten von einer stark erhöhten Arbeitslast, die durch Fehler in den Steuererklärungen etwa von Freiberuflern und Selbstständigen bedingt ist, die in der Regel länger auf ihre Bescheide warten müssen. Haufe stellt fest, dass die durchschnittliche Bearbeitungszeit in Bremen mit 80 Tagen einen Negativrekord für das Land darstellt.

Vergleich der Bundesländer

Ein detaillierter Blick auf die Bundesländer zeigt, dass die Wartezeiten stark variieren. Beispiele für andere Bundesländer zeigen, dass Thüringen bei 45,7 Tagen liegt und Sachsen-Anhalt mit 46,9 Tagen nicht weit dahinter. Baden-Württemberg, ein vorheriger Spitzenreiter im Jahr 2023, hat sich mit einer Verbesserung von rund 60 Tagen auf nun 48,3 Tage deutlich gesteigert. Im Gegensatz dazu bleibt Bremen als Schlusslicht zurück. HNA hebt hervor, dass die Wartezeiten für das Veranlagungsjahr 2022 in Bremen bei 53,8 Tagen lagen, was ebenfalls schlecht im Vergleich zu anderen Bundesländern ist.

Die Abgabefrist für Steuererklärungen wurde in diesem Jahr auf den 2. September festgelegt, was Druck auf viele Steuerpflichtige ausübt, alle erforderlichen Unterlagen rechtzeitig einzureichen. Diese Frist und die damit verbundene Erwartung auf eine zügige Bearbeitung stehen im Kontrast zu den tatsächlich herrschenden Bedingungen in Bremen, wo Steuerzahler oftmals lange auf ihre Rückerstattungen warten müssen.

Abschließend bleibt zu betonen, dass die durchschnittliche Rückerstattung pro Steuerpflichtigem etwa 1.095 Euro beträgt, was den Anreiz erhöht, die Steuererklärung korrekt und fristgerecht einzureichen. Besonders wichtig ist jedoch zu beachten, dass fehlerhafte Angaben nach der Rechtskraft des Steuerbescheids nicht mehr korrigiert werden können, was zusätzliche Komplikationen für Steuerpflichtige mit sich bringen kann.

Referenz 1
www.kreiszeitung.de
Referenz 2
www.haufe.de
Referenz 3
www.hna.de
Quellen gesamt
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