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Neue Gefahr aus Australien: Drei tödliche Trichternetzspinnen entdeckt!

Forschende der Universität Hamburg und des Leibniz-Instituts entdeckten drei neue Arten der Sydney-Trichternetzspinne. Diese Erkenntnisse könnten die Giftforschung revolutionieren und neue Einsichten in die Biodiversität liefern.

Eine bahnbrechende Entdeckung in der Spinnenforschung wurde von einem internationalen Team unter der Leitung des Leibniz-Instituts zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB) und der Universität Hamburg veröffentlicht. In der Umgebung von Sydney wurde die Sydney-Trichternetzspinne als ein Komplex von drei Arten identifiziert, darunter eine völlig unbekannte Art. Diese Ergebnisse wurden am 13. Januar 2025 bekannt gegeben und basieren auf umfassenden DNA-Analysen und morphologischen Untersuchungen, durchgeführt von Dr. Danilo Harms und Dr. Bruno Buzatto von der Flinders University in Australien, sowie einer Bachelor-Studentin der Universität Hamburg, Svea-Celina Frank.

Die Sydney-Trichternetzspinne, die auch als Sydney funnel-web spider bekannt ist, gehört zur Familie der Australischen Trichternetzspinnen (Atracidae). Diese Spinnenart ist vorwiegend im Großraum Sydney und der Central Coast anzutreffen. Bislang wurden alle Trichternetzspinnen unter dem Namen Atrax robustus zusammengefasst, jetzt zeigt sich jedoch, dass es sich tatsächlich um mehrere, teils neu klassifizierte Arten handelt.

Die neu identifizierten Arten

Die als „echte“ Sydney-Trichternetzspinne (Atrax robustus) bezeichnete Art ist vor allem in feuchten Wäldern der Region zu finden. Daneben gibt es die „südliche Sydney-Trichterspinne“ (Atrax montanus), die südlich und westlich von Sydney lebt und zuvor nicht als eigenständige Art anerkannt war. Eine weitere neue Art ist die „Newcastle Funnel-web“ (Atrax christenseni), die ihren Ursprung in Newcastle hat.

Diese Entdeckungen sind nicht nur wichtig für die Taxonomie der Spinnen, sondern auch für die laufenden Forschungen zur Giftwirkung und den klinischen Behandlungen von Spinnenbissen. Getränke zum Beispiel können bei einem Biss Symptome wie Übelkeit, Schwitzen, Verwirrung und Atemnot verursachen. Trotz der potenziellen Gefährlichkeit von Bissen der Sydney-Trichternetzspinnen, sind seit der Entwicklung eines Gegengifts im Jahr 1981 keine Todesfälle mehr bekannt.

Lebensweise und Gefährlichkeit

Die Sydney-Trichternetzspinne hat ein kräftiges, dunkles Erscheinungsbild ohne Muster. Ihre bevorzugten Lebensräume sind feuchte Wälder, wo sie selbst gegrabene Wohnröhren baut. Die Spinnen sind nachtaktiv und betreiben sowohl das Jagen durch Lauerverhalten als auch das Fangen von Beute über ihre Trichternetze. Während der Paarungszeit können Männchen in Siedlungsgebiete vordringen, was das Risiko von Bissunfällen erhöht.

Obwohl der Biss dieser Spinnen für Erwachsene erheblich gefährlich sein kann, können schwere Fälle dank des Gegengifts, das in den 1980er-Jahren freigegeben wurde, erfolgreich behandelt werden. Das Gift der männlichen Sydney-Trichternetzspinnen ist etwa sechsmal giftiger als das der Weibchen, und beide Geschlechter haben unterschiedliche Giftprofile. Dies führte bisher zu einer fehlenden Differenzierung in der Forschung.

Ausblick auf die Forschung

Die Forscher planen weitere vergleichende Studien mit allen drei Arten im Großraum Sydney, um die verschiedenen Giftprofile zu analysieren und besser zu verstehen. Diese Arbeiten werden in Kooperation mit dem Australian Museum Sydney und der University of Sydney durchgeführt und finanziell unterstützt von National Geographic sowie der Australian Geographic Society. Die neuen Erkenntnisse aus dieser Studie könnten weitreichende Auswirkungen auf die wissenschaftliche Klassifikation und das Verständnis der Gefährlichkeit diese Spinnenart haben.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Entdeckung der drei unterschiedlichen Arten der Sydney-Trichternetzspinne eine bedeutende Erweiterung des Wissens über die Biodiversität in Australien darstellt. Für eine detaillierte Betrachtung und weitere Informationen über die Sydney-Trichternetzspinne und ihre Verwandten können Interessierte die Artikel von uni-hamburg, Wikipedia und Australien Backpackers Guide konsultieren.

Referenz 1
www.uni-hamburg.de
Referenz 2
de.wikipedia.org
Referenz 3
www.australien-backpackersguide.com
Quellen gesamt
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